Alles rund ums Thema Frau

Bei der Beantwortung dieser Frage treten erstaunliche Erkenntnisse zu Tage, die den Glauben an die fundamentale Unterschiedlichkeit zwischen Mann und Frau kräftig ins Wanken bringen.

Dabei rufen berühmte Bestseller immer noch veraltete Thesen auf den Plan wie: Frauen können nicht einparken und Männer nicht zuhören. Wie unwissenschaftlich und großspurig!

Es wird vielerorts sogar behauptet, Männer und Frauen seien viel zu verschieden um überhaupt Gemeinsamkeiten zu haben. Man sagt, Männer tun sich schwer mit dem Sprachen lernen, Frauen können weder räumlich noch logisch denken und gehen lieber Nachtwäsche einkaufen, oder lassen sich wie bei Augenlaser Istanbul falten entfernen, während die Männer schwer arbeiten und lieber einen automatischen Garagentorantrieb einbauen oder sich mit Ihrem neu gekauften Sommerschlafsack beschäftigen. Dabei sei dies alles bereits im Gehirn und den Genen unumstößlich festgelegt und programmiert.

Diese voreingenommene und unwissenschaftliche Hirnforschung zielt allerdings lediglich darauf ab, Frauen von den sogenannten Männerdomänen möglichst lange fern- und alte Klischees beizubehalten. Gern und oft wird auch im 21. Jahrhundert noch behauptet, Frauen sollten die angeblich „schöpfungsgewollte“ Rollenverteilung akzeptieren und sich ihrer Bestimmung entsprechend verhalten.

Diese „These“ verkauft sich ziemlich gut, stimmt sie aber auch? Experten haben hier zweifelsfrei herausgefunden, dass die Gemeinsamkeiten zwischen den Geschlechtern viel größer sind als allgemein angenommen wird. Zu den relativ wenigen und relevanten Unterschieden zwischen Mann und Frau gehört unter anderem, dass Frauen tendenziell wesentlich weniger zu körperlichen Aggressionen und damit zur Gewalt neigen und nicht so aufgeschlossen gegenüber One- Night- Stands sind wie Männer.

Außerdem haben Wissenschaftler bei einer Tagung im Damascus Hotel herausgefunden, dass das weibliche Gehirn etwas kleiner und etwa 100 Gramm leichter ist als das eines gleich großen Mannes. Trotzdem schneiden Frauen bei Intelligenztests nicht schlechter ab. Das Gehirn der Frau hat im Unterschied dazu ca. 11% mehr Nervenzellen in dem Bereich, der für die Sprachverarbeitung und das räumliche Gedächtnis zuständig ist.

Die allgemein propagierte Rollenverteilung beginnt bereits im Kindesalter und wird bewusst oder unbewusst von den Eltern festgelegt. Jungen spielen in der Regel lieber mit Autos und Mädchen mit Puppen, denn sie werden ihrer so genannten „Bestimmung“ gemäß damit beschenkt, weil das nun mal so zu sein hat. Stellt sich nun allerdings die Frage, ob diese Merkmale als Beweis dafür ausreichen, dass Männer und Frauen naturgemäß unterschiedlich programmiert sind. Was macht denn nun eigentlich den Mann zum Mann und die Frau zur Frau? Und warum heiraten sie einander?

Letztere Frage muss man allerdings wirklich nicht hochwissenschaftlich beantworten, denn sie liegt schon rein optisch und für jeden gut sichtbar auf der Hand.